Babelsberg: Präsident Speer tritt zurück- Der KICKER berichtet

Bastian übernimmt das Ruder bei rauer See

Speer mit Rennrad, ohne Laptop

Die Zukunft des SV Babelsberg ist weiterhin ungewiss. Den Potsdamern sollen 650.000 Euro fehlen, um auch in der nächsten Saison in der 3. Liga spielen zu dürfen. Die Frist läuft bis zum kommenden Mittwoch. Wenn das Loch bis dahin nicht gestopft ist, droht der Zwangsabstieg. Die schwierige Lage führte nun zu personellen Konsequenzen: Am Montagabend trat der umstrittene Präsident Rainer Speer zurück. Thomas Bastian wurde zu seinem Nachfolger ernannt.

„Wir brauchen unverdächtige Leute, von denen keine Affären und Skandale zu erwarten sind“, erklärte Bastian, der in Doppelfunktion auch die Geschäftsführung kommissarisch übernommen hat. Der Kino-Betreiber bestätigte, dass keine Insolvenzgefahr mehr besteht und hob besonders das hohe Spendenaufkommen der Potsdamer Fans hervor.

Die alte Führungsriege des Klubs wird für die Misere der Babelsberger verantwortlich gemacht. Die Krise soll nämlich mit dem Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Paffhausen als Chef der Potsdamer Stadtwerke zusammenhängen. Diese sollen zuvor durch ihre Tochtergesellschaft Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) alljährlich für die im Babelsberger Etat fehlenden Gelder gebürgt haben.

Vergangenen Montag gab schließlich Präsident Speer bekannt, dass 1,5 Millionen Euro im 2,7-Millionen-Euro-Etat fehlen. Mittlerweile hat sich sogar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Das bestätigte Tom Köpping, Sprecher der Ermittlungsbehörde, den Potsdamer Neuesten Nachrichten.

Ein erster Rettungsplan, der eine neuerliche Bürgschaft der Stadtwerke vorgesehen hatte, wurde von der Stadt inzwischen verworfen. Potsdam entschied sich dafür, mit einer einmaligen Finanzspritze von 700.000 Euro auszuhelfen. Diese Summe reicht aber nicht aus, um ein weitere Jahr in der 3. Liga antreten zu dürfen. Hinzu kommt, dass die Stadtverordneten über den Zuschuss noch nicht abgestimmt haben.

Sicher ist noch gar nichts, die Zukunft des SV Babelsberg bleibt mehr als ungewiss. Dies weiß auch der Verein, der am Dienstag auf einer außerordentlichen Versammlung über die künftige Spielklasse diskutieren will. Mit den 700.000 Euro der Stadt wäre der Regionalligabetrieb gesichert, allerdings gibt es auch Stimmen, die in der Oberliga einen Neuanfang fordern.

Lesen Sie den Artikel auch hier!

Hier der Beitrag der Märkischen Allgemeinen!

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