„Ausstellungskonzept darf das Verbrechen nicht relativieren“

Katherina Reiche (MdB), Kreisvorsitzende der CDU Potsdam, kommentiert das neue Ausstellungskonzept der Gedenkstätte Leistikowstraße in Potsdam

Katherina Reiche Foto: Urbschat Art & Photo.

„Die Gedenkstätte Leistikowstraße erinnert an das schreckliche Unrecht, das in der sowjetischen Besatzungszeit an diesem Ort verübt wurde. Opfer wie Überlebende verdienen unseren Respekt und unser Mitgefühl.

Die Gedenkstätte Leistikowstraße ist kein musealer Ort zeitgeschichtlich mehr oder weniger relevanter Einzelaspekte. Ein solcher Ansatz relativiert und trägt damit zur Verharmlosung des schreienden Unrechts bei, das im KGB-Gefängnis in der Leistikowstraße begangen wurde.“

Katherina Reiche

Lesen sie hierzu auch die Pressemitteilung des Gedenkstättenvereins!

Wer in der DEMOKRATIE schläft, wacht in der DIKTATUR auf!

Das Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte äußert sich zur Seminarreihe „Theorie und Praxis des Sozialismus und Kommunismus“

In einem Schreiben an Mitglieder und Sympathisanten hat das Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg e.V. im Zusammenhang mit der Initiative zur Bildung einer Menschenkette zum Gedenken an die Opfer stalinistischer Gewalt anlässlich der Eröffnung der Dauerausstellung in der Gedenkstätte Leistikowstraße den Kursteilnehmern der am 7. April 2012 startenden Bildungsreihe im Jugendprojekt Freiland „Theorie und Praxis des Sozialismus und Kommunismus“ folgende Anregung gegeben:

„Es wäre zu wünschen, dass auch Referenten sowie Teilnehmer der von der FH Potsdam im Jugendprojekt Freiland unterstützten Bildungsreihe zu den Grundlagen sozialistischen und kommunistischen Denkens den 18. April zu einer Exkursion in die Leistikowstraße nutzen, um ihren politischen Horizont gleich an einem Originalschauplatz kommunistischer Gewaltherrschaft zu erweitern. Hier bietet sich an einem authentischen Ort die Gelegenheit, Zeitzeugen dieser Diktatur zu erleben.“

CDU: Baaske verschleiert und vertuscht

Akteneinsicht zur Stasi-Spitzenbeamtin in Baaske Ministerium

Die Aussagen aus Baaskes Sozialministerium, wonach die CDU-Fraktion Einsicht in die Akten zum Stasi-Fall erhält, sind schlichtweg falsch. In einem Schreiben aus dem Ministerium vom Mittwochabend, heißt es: „Die rechtliche Abstimmung mit dem BStU inwieweit danach Akteneinsicht gewährt werden kann ist noch nicht abgeschlossen.“

Danny Eichelbaum

„Ihrem Akteneinsichtsbegehren kann daher derzeit nur hinsichtlich der Einsichtnahme in die Personalstammakte stattgegeben werden.“ Wie in der Sondersitzung bekannt wurde, gibt es neben der Stammakte eine separate Beiakte, aus der erkenntlich ist, welche Personalentscheidungen getroffen wurden (Abmahnung, Beförderung und Löschung der Abmahnung).

Dazu sagt Danny Eichelbaum, Rechtsexperte der Märkischen Union: „Die Öffentlichkeit wird von Baaske hingehalten und hinters Licht geführt. Wir hatten Antrag auf Einsicht in die komplette Personalakte der stasibelasteten Referatsleiterin gestellt – dann wird über die Presse behauptet, dass diese gewährt wird – und nun stellt sich heraus, dass der entscheidende und relevante Teil der Akten verschlossen bleiben soll. SPD-Minister Baaske ist offensichtlich nicht an einer Aufklärung interessiert, er verschleiert und vertuscht!“

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Nachhilfe im Sozialismus / Kommunismus

Märkische Union fordert Aufklärung über Massenverbrechen des Sozialismus/Kommunismus

Dr. Saskia Ludwig

Zu den Plä­nen der Fach­hoch­schu­le Pots­dam und Frei­land eine neue Se­mi­nar­rei­he „Nach­hil­fe im So­zia­lis­mus / Kom­mu­nis­mus“ ein­zu­rich­ten, sagen die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Mär­ki­schen Union, Dr. Sas­kia Lud­wig, und der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de, Die­ter Dom­brow­ski: „Un­gläu­big und mit Ab­scheu haben wir zur Kennt­nis ge­nom­men, dass eine In­itia­ti­ve von Do­zen­ten un­ter­stützt von der FH Pots­dam junge Men­schen mit der Ideo­lo­gie des men­schen- und frei­heits­ver­ach­ten­den So­zia­lis­mus / Kom­mu­nis­mus ver­traut ma­chen will.“

„Hier soll of­fen­bar der Nähr­bo­den für eine so­zia­lis­ti­sche Dik­ta­tur be­rei­tet wer­den. Sol­chen links­ra­di­ka­len Ten­den­zen muss der Nähr­bo­den ent­zo­gen wer­den. „Nachhilfe im Sozialismus / Kommunismus“ weiterlesen

Wie geht Kommunismus?

Fachhochschule und Freiland geben in neuer Seminarreihe Nachhilfe im Linkssein

POTSDAM / TELTOWER VORSTADT -Die roten Karls sind wieder im Kommen. Marx und Liebknecht prangen auf den Covern zweier Kompendien, die jungen Menschen Basiswissen über die „Theorie und Praxis des Sozialismus und Kommunismus“ vermitteln sollen – in der politischen Bildungsreihe „Enragés – Das Seminar“, die am 7. April startet. „Viele Jugendliche, die sich von ihrer Gesinnung her links verorten, haben nur diffuses Wissen darüber“, sagt Gregor Voehse. Das will der erfahrene Sozialarbeiter und langjährige Betreuer des Fanprojekts von Drittligist Babelsberg 03 ändern. Gemeinsam mit dem Studenten Roman Böttcher hat er die kostenfreie Nachhilfe zum Linkssein konzipiert. Darüber hinaus übernahm das Duo einen Lehrauftrag im Sommersemester an der Fachhochschule Potsdam (FHP). „Das muss heute unbedingt zur Ausbildung von Sozialarbeitern gehören“, ist Voehse angesichts immer neuer Konflikte zwischen linker und rechter Szene wie zuletzt in Grube (MAZ berichtete) überzeugt. Die Seminare wollen die Neulehrer bei Bedarf ins Umland und nach Berlin exportieren.

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CDU bekommt Akteneinsicht zu Stasi-Fall im Sozialministerium

Die oppositionelle CDU erhält Einsicht in die Akten einer stasibelasteten Referatsleiterin im Sozialministerium.

 (dapd) Minister Günter Baaske (SPD) habe am Dienstag ein entsprechendes Schreiben an die CDU-Fraktion geschickt, sagte sein Sprecher Florian Engels am Abend. Die Akteneinsicht werde selbstverständlich gewährt. Ein Termin müsse noch vereinbart werden.

Zuvor hatte die CDU moniert, dass sie zwei Wochen nach Bekanntwerden des Stasi-Falls und elf Tage nach der Antragstellung noch keine Akteneinsicht erhalten habe. Dabei müsse die Akteneinsicht laut brandenburgischer Verfassung unverzüglich gewährt werden, betonten die Abgeordneten Roswitha Schier und Danny Eichelbaum. Baaske habe dringende Fragen zu der unter ihm beförderten einstigen IM „Kristina“ offen gelassen. Deshalb müsse sich die CDU ihr eigenes Bild machen können. Von der Akteneinsicht erhoffe sich die CDU Aufklärung über die Beförderungspraxis von ehemaligen MfS-Leuten im Sozialministerium.

Millionen-Hilfsfonds für DDR-Heimkinder

Prügel, Missbrauch, Isolation: In DDR-Heimen erlebten viele Kinder die Hölle – und sind auch heute noch traumatisiert. Tausende ehemaliger DDR-Heimkinder sollen jetzt ähnliche Millionen-Hilfen erhalten wie frühere West-Heimkinder.

«Ausziehen hier»: Bodenaufschrift im ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. In den Spezialheimen und Jugendwerkhöfen der DDR waren Kinder und Jugendlichen Gewalt und Missbrauch ausgesetzt. Foto: Peter Endig/Archiv© DPA

(dpa) Der Bund und die ostdeutschen Länder richten zum 1. Juli einen 40 Millionen Euro schweren Fonds ein, aus dem therapeutische Behandlung, Beratung und Rentenersatzleistungen gezahlt werden sollen. Eine monatliche Barzahlung sei zunächst nicht vorgesehen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Hermann Kues (CDU), am Montag in Berlin.

Die Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung habe gezeigt, dass für viele Säuglinge, Kinder und Jugendliche Gewalt und Zwang zum Alltag gehörten. Für dieses Leid könnten die ehemaligen Heimkinder niemals entschädigt werden. «Die verpassten Lebenschancen kann man nicht materiell ungeschehen machen.» Der auf fünf Jahre angelegte Fonds sei vielmehr als Bitte um Entschuldigung zu werten, betonte Mecklenburg- Vorpommerns Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD). „Millionen-Hilfsfonds für DDR-Heimkinder“ weiterlesen