Leute ohne Rückgrat haben wir schon zu viel

Robert Bachmann – Politik für die Mitte

In der CDU Brandenburg rumort es. Der Vorstand der Fraktion im Landtag fordert die Vorsitzende Saskia Ludwig zum Rückzug auf. Ursache dessen sollen ihre klaren Positionen zum Thema Vergangenheitsaufarbeitung in Brandenburg, ihr rigider Kurs und ihre Kritik im Umgang mit der rot-roten Landesregierung und eine neuerliche Veröffentlichung in der Zeitung “Junge Freiheit” sein.

Die Intentionen dieser Rücktrittsforderung lassen sich nur erahnen, jedoch deutet Einiges darauf hin, dass Teile der CDU die Möglichkeit einer Regierungsbeteiligung nach der nächsten Landtagswahl erhöhen wollen. Macht haben. Ja, darum geht es. Und da werden dann eben scheinbar auch gerne einmal bisherige Positionen aufgeweicht und die klar Position beziehende Fraktionschefin ausgetauscht. So einfach kann es sein, ist es aber nicht.
 
Saskia Ludwig hat der CDU Brandenburg und deren Fraktion im Landtag, nach dem schmerzlichen Ausscheiden von Johanna Wanka, ein Gesicht gegeben. Sie hat die Partei klar positioniert und verortet. Aufarbeitung der Vergangenheit ohne Wenn und Aber. Dieses Thema stellt sie angesichts der unerträglichen Platzeck-Stasi-Regierung in den Vordergrund, ohne dabei die Themen der Zukunft zu vergessen. Denn ohne diese Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, lässt sich Zukunft nicht gestalten. Sie weiß, wir werden einmal unseren Kindern Rechenschaft ablegen müssen, warum wie in diesem Land Brandenburg gehandelt wurde und warum Verräter und ehemalige SEDisten wieder an die Macht kommen konnten.
 
Dieser Kurs ist klar und wird von den Wählern honoriert. Und dabei ist es nicht vordergründig, ob die CDU an einer kommenden Regierung beteiligt ist. Und man sollte auch klar sagen, dass eine Regierung mit der Platzeck-SPD nicht geht. Wer sich gemein mit der SED macht, mit dem muss und sollte man nicht regieren.
 
Wenn die CDU nun meint, es den anderen Oppositionsparteien gleichzutun, die seit einiger Zeit alle einen Schmusekurs fahren und jegliche Kritik nur noch sanft anbringen, dann dürfte sie für diesen Kurs bestraft werden.
 
Das Land hat eine Opposition verdient, die den Finger in die Wunde legt, auch wenn es weh tut. Frau Ludwig tut dies mit Herz und Verstand. Ja, es ist nicht immer leicht,Opposition zu sein. Aber die eigenen Ideale zugunsten einer etwaigen Regierungsbeteiligung zu verwässern, schmerzt am Ende mehr, als sein Gesicht zu verlieren.
 
Saskia Ludwig ist das Gesicht!
 
P.S. Bettina Wegner sei hier noch zitiert: „Gerade,klare Menschen wärn ein schönes Ziel. Leute ohne Rückgrat haben wir schon zuviel“
 
Robert Bachmann
 
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