Im Dienste der Partei

von Robert Bachmann

Nun haben sie sich festgelegt. Die Parteitage haben zwar noch nichts beschlossen, aber die zwei stärksten Parteien hinter der führenden SPD möchten sich wohl frühzeitig für den Landtagswahlkampf 2014 aufstellen. Zwei Personalien wurden dazu in den letzten Tagen bekannt.

!cid_2B803C92-2DFB-45EF-81F2-B613E0FE8116Die mitregierende LINKE will den derzeitigen Fraktionschef Christian Görke als Spitzenkandidat aufstellen. Die CDU hat sich wohl auf den Landesvorsitzenden Prof. Dr. Schierack geeinigt, der sich in den Dienst der Partei stellen möchte.

Beide Personalien haben eines gemein. Die Parteien beider Protagonisten möchten regieren, ohne Wenn und Aber.  Die LINKE, derzeitiger Koalitionspartner der SPD, möchte sich weichgespült geben. Kein Stasi- Mitarbeiter an der Spitze der Liste. Presseberichte und Demonstrationen wie  nach der letzten Wahl möchte man nicht mehr haben. Wer die weiteren Listenplätze besetzt, bleibt noch abzuwarten.

Die CDU dagegen hat sich wohl für einen neuen Kurs entschieden. Nach der Entmachtung von Dr. Saskia Ludwig und der Implementierung des neuen Landesvorsitzenden Schierack möchte man wohl nun eine erneute Beteiligung an der Regierung anstreben. Schierack stellt sich in den Dienst der Partei. Er will alle in der Partei mitnehmen. Jedoch wurde der rigide Kurs der Partei in den letzten Monaten aufgegeben. Kaum noch Worte zur unappetitlichen Regierung von SPD und ehemaliger SED. Keine Meldungen der Partei mehr zu Ungerechtigkeiten im Umgang mit den Opfern der SED-Diktatur. Ludwigs Kurs, der noch kürzlich für die gesamte Partei in Brandenburg stand, wurde verlassen. Man dient sich an.

Der Preis jedoch ist hoch. Für die CDU sicher höher als für Die LINKE. Die CDU verlässt ihre angestammte Klientel. Sicher lässt sich mit dem neuen Kurs ein ähnlich dürftiges Ergebnis einfahren, wie man es schon bei der letzten Wahl verzeichnen konnte. Und unter Umständen ist Platzeck bereit, mit einer Partei, die nicht mehr nörgelt, zu regieren.

Aber eines ist klar. Die CDU in Brandenburg verliert ihr Gesicht. Glaubhaft ist das nicht mehr.

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