Gekommen, um zu bleiben – Kein Rücktritt, kein Ämterverzicht

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck arbeitet wieder. „Preußisches Pflichtgefühl“ treibe ihn an, so Platzeck am Donnerstagmittag. Der Ministerpräsident musste wegen eines Schlaganfalls pausieren.

76795Potsdam (dpa) Kein Rücktritt, kein Ämterverzicht. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hat am Donnerstagmittag klargestellt, dass er nicht an Rücktritt denkt. „Preußisches Pflichtgefühl“, so Platzeck, veranlasse ihn die ihm übertragenden Ämter weiterhin auszuführen. Allerdings macht der Regierungschef das davon abhängig, wie gut er sich in den nächsten Wochen erhole.

Gut eineinhalb Wochen nach seiner Erkrankung kehrt Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) an diesem Donnerstag wieder an den Schreibtisch zurück. Der 59-Jährige hatte einen leichten Schlaganfall erlitten, aber nach wenigen Tagen die Klinik wieder verlassen. In der Vergangenheit kämpfte der 59-Jährige schon mehrmals mit Gesundheitsproblemen, die ihn zu Pausen zwangen.

Es kamen Spekulationen darüber auf, ob er künftig womöglich kürzertritt oder zumindest einen Teil seiner Ämter abgibt. Der Regierungschef ist auch Vorsitzender der Landes-SPD und des Aufsichtsrats für den neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld. SPD-Politiker wiesen jedoch Berichte über mögliche Nachfolger zurück. Genannt wurden der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, und Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke.

Platzecks erster Termin wird ein Treffen mit Fachleuten aus der Reisebranche sein. Dabei soll es um Maßnahmen zur Ankurbelung des Tourismus in den von Hochwasser betroffenen Gebieten gehen. Viele Betriebe leiden unter Stornierungen und dem Fernbleiben von Sommergästen.

Aus der Terminvorschau der Landesregierung vom Mittwoch geht hervor, dass Platzeck bis zum 5. Juli öffentliche Auftritte absolviert. Am Mittwoch nächster Woche stehen die Eröffnung des Cargo Centers am Hauptstadtflughafen in Schönefeld und ein Besuch der Modemesse auf dem benachbarten Messegelände auf dem Programm.

Tags darauf will der SPD-Politiker eine Arbeitssitzung der Deutsch-Russischen Freundschaftsgruppe von Bundesrat und russischem Föderationsrat leiten, deren Vorsitzender er ist. Am Freitag schließlich nimmt Platzeck an der Sitzung des Bundesrates teil. Danach soll es in den Urlaub gehen, den der Regierungschef auch zur völligen Wiederherstellung seiner Gesundheit nutzen will.

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