KVBB-Vorsitzender Dr. Helming: Gesundheitsministerium schmückt sich mit fremden Federn

Helming konstatiert bei Tack „eklatantes  Problemunverständnis“

Dr. med. Hans-Joachim Helming   Quelle: kvbb.de
Dr. med. Hans-Joachim Helming Quelle: kvbb.de

Irritiert und mit Verwunderung hat der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) die Äußerungen des gesundheitspolitischen Sprechers der Linken, Marco Büchel, im Potsdamer Landtag zur Kenntnis genommen, die neuen Versorgungsstrukturen sowie die „agnes zwei“ seien „Beispiele dafür, dass das brandenburgische Gesundheitsministerium zielorientiert für eine flächendeckende gesundheitliche Versorgung agiert“. Dies äußerte er bereits in einer Pressemitteilung vom 28.Januar 2014.

„Die arztunterstützende Fallmanagerin „agnes zwei“ und die Kooperation von Krankenhäusern und ambulanter Versorgung in neuen Versorgungsstrukturen wie „KV RegioMed“ sind Projekte, die allein von der KVBB gemeinsam mit einzelnen Krankenkassen und Krankenhäusern entwickelt und umgesetzt wurden. Das hat mit einem angeblich zielorientierten Agieren des Gesundheitsministeriums nichts zu tun“, so Dr. Helming. Hier schmücke sich jemand mit fremden Federn.

Während in anderen Bundesländern – beispielsweise Sachsen – die Gesundheitsministerien bis hin zu finanziellen Anreizen aktiv zur Lösung der Probleme beitrügen, beschränke sich das brandenburgische Ministerium auf die Moderation von Lösungsansätzen. Dr. Helming: „Wir erwarten aber eine fachkundige Problemanalyse und mehr konkretes Engagement. Die Landesregierung muss sich beispielsweise auf der Bundesebene endlich energisch dafür einsetzen, dass die gravierenden Unterschiede in der Finanzmittelbereitstellung für die ambulante Medizin, die es zwischen den Bundesländern gibt, beseitigt werden. Hier werde Brandenburg klar benachteiligt. „Wir erwarten und verlangen, dass die Beitragsgelder der Krankenversicherung auch dorthin fließen, wo sie benötigt werden. Und das ist dort, wo die Versicherten älter und häufiger medizinisch versorgt werden müssen!“

„Auch die immer wiederkehrende Behauptung von Ministerin Anita Tack, in Brandenburg gäbe es genug Ärzte, sie seien nur falsch verteilt, obwohl dies wiederholt komplett widerlegt wurde, zeugt von eklatantem Problemunverständnis“, kritisierte Dr. Helming. So habe das Ministerium die einmalige Chance vertan, während des Vorsitzes der Gesundheitsministerkonferenz im vergangenen Jahr, die Fehlentwicklung in der Finanzmittelbereitstellung für die Menschen in Brandenburg aufzuhalten.

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