Woidke ist nicht gefragt

Letzter „großer“ Wahlkampfauftritt von Ministerpräsident Woidke

Peinliche Leere am Brandenburger Tor
Peinliche Leere am Brandenburger Tor

Ja, er sollte groß werden. Der vorletzte Auftritt von MP Woidke , diesmal in Potsdam. Man hatte aufgefahren. Schon am Vormittag waren Techniker und Bühnenbauer aktiv, um die kreisrunde Arena für den Spitzenkandidaten der SPD am Brandenburger Tor in Potsdam aufzubauen. Man hatte schon die Sicherheitsvariante gewählt, der nahegelegene Luisenplatz war den Wahlkampfmanagern wohl doch etwas zu groß.

Doch es wurde ein Reinfall. Nein, nicht das Wetter war der Grund. Es war das Desinteresse am Ministerpräsidenten. Gegen 18.30 Uhr fanden sich nur ca. 200 Menschen am Platz vor dem Tore ein. Und der Rückhalt für Woidke war gering. Die 200 Besucher rekrutierten sich je zu einem Drittel aus SPD-Mitgliedern, Bürgern und Demonstranten.

Was dann geboten wurde, brachte viele Besucher zum Fremdschämen. Die Wahlkreiskandidaten wurden zur Vereinbarkeit von Wahlkampf und Familie befragt. Da musste man  sich schon zwingen, Mitgefühl zu empfinden.

Woidke toppte das ganze noch, da er die selbe Frage bekam, mit der Aussage, dass er allen Frauen danke, deren Männer so sehr arbeiten müssten.

Woidke bediente dank der Moderatorin alle unangreifbaren Themen. Das kam aber auch nur bei den einbestellten Genossen an.

Es war wohl nicht zu erwarten, dass sich im Publikum eine große Anzahl von Gegnern befände. Aber so war es. BER-Skeptiker, Braunkohle-Gegner und Greenpeace-Aktivisten nutzten die Chance sich darzustellen. Woidke wusste damit nicht umzugehen. Lautstarke Proteste der BER-Gegner wurden von ihm arrogant abgetan: „Die sind auch gleich wieder ruhig.“

Man musste sich schämen. Man kann ja zu den einzelnen Themen unterschiedlich denken, keine Frage. Aber ein Ministerpräsident darf so nicht auftreten. Das ist unwürdig.

Vor Woidke traten noch die ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes auf. Stolpe und Platzeck. Diese wurden an der Lautstärke gemessen, mehrheitlich ausgebuht.

Woidke hat ein Problem. Er ist nicht gefragt. Die Grünen verteilten am Rande der Veranstaltung Sonnenblumen und Wahlinformationen. Die waren gefragt.

Robert Bachmann

abwahl2014.com

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Ein Kommentar zu „Woidke ist nicht gefragt

  1. Donnerwetter, sollten die Bürger von Brandenburg nun doch endlich bemerkt haben wo der olle rot Rote Kahn hinschippert?
    Also ich für meinen Teil kann nach meinen eigenen Erfahrungen mit der Politik im Land Brandenburg, und da speziell im Umgang mit den Kinder – Opfern der SED Diktatur, nur hoffen das sich dass Blatt nun wendet, Zeit wäre es Längst!
    Wer am liebsten gegen Bürgerproteste die chronisch unterbesetzte Polizei einsetzen würde, dem und da kann ich auch eine gewisse Häme nicht verbergen, geschied das denke ich recht, mit desssintresse wargenommen und abgestraft zu werden! Bleibt zu hoffen das es Alternativen zum besherigen Ministerpräsidenten gibt die Mut und Schwung haben dieses brennende Thema in bälde im Lande anzupacken.
    Die Betroffenen warten schon über gebühr lange auf eine beteiligung an der Aufarbeitung und nicht zuletzt auf eine Entschädigung für Ihre zerstörten Leben!
    Lutz Adler

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