Razzia bei früherer Landesfirma BBG

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat am Donnerstag die Geschäftsräume der Brandenburgische Bodenverwertungsgesellschaft (BBG) in Wünsdorf durchsucht. Grund sind die Ermittlungen zum Verkauf landeseigener Flächen in Bad Saarow (Oder-Spree).

Potsdam – Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft den PNN sagte, wird gegen mehrere „Verantwortliche der BBG“ wegen des Verdachts auf Untreue ermittelt. „Möglicherweise sind Grundstücke unter Wert verkauft worden zum Schaden des Landes Brandenburg“, sagte der Behördensprecher. Die BBG-Mitarbeiter hätte die Unterlagen – ein Aktenordner sowie Notizen und handschriftliche Aufzeichnungen – freiwillig herausgegeben.

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„Irrsinnige Gewalttätigkeit von Mao“

Gregor Voehse und Roman Böttcher erklärten Jugendlichen im Freiland den Sozialismus

Sind Millionen Tote nicht grausamer Beweis genug für das Scheitern dieser Idee? Nein, so einfach dürfe man es sich nicht machen, meint Gregor Voehse, Sozialarbeiter beim Diakonischen Werk in Potsdam. Der 51-Jährige veranstaltete am Samstag gemeinsam mit Roman Böttcher im Jugendkulturzentrum Freiland ein Seminar zur Geschichte und Praxis von Sozialismus und Kommunismus. Böttcher, Schüler des Zweiten Bildungsweges, und Voehse kennen sich seit vielen Jahren aus der Fan-Szene des Potsdamer Fußballklubs SV Babelsberg 03, wo Voehse als Sozialarbeiter tätig war.

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Wie geht Kommunismus?

Fachhochschule und Freiland geben in neuer Seminarreihe Nachhilfe im Linkssein

POTSDAM / TELTOWER VORSTADT -Die roten Karls sind wieder im Kommen. Marx und Liebknecht prangen auf den Covern zweier Kompendien, die jungen Menschen Basiswissen über die „Theorie und Praxis des Sozialismus und Kommunismus“ vermitteln sollen – in der politischen Bildungsreihe „Enragés – Das Seminar“, die am 7. April startet. „Viele Jugendliche, die sich von ihrer Gesinnung her links verorten, haben nur diffuses Wissen darüber“, sagt Gregor Voehse. Das will der erfahrene Sozialarbeiter und langjährige Betreuer des Fanprojekts von Drittligist Babelsberg 03 ändern. Gemeinsam mit dem Studenten Roman Böttcher hat er die kostenfreie Nachhilfe zum Linkssein konzipiert. Darüber hinaus übernahm das Duo einen Lehrauftrag im Sommersemester an der Fachhochschule Potsdam (FHP). „Das muss heute unbedingt zur Ausbildung von Sozialarbeitern gehören“, ist Voehse angesichts immer neuer Konflikte zwischen linker und rechter Szene wie zuletzt in Grube (MAZ berichtete) überzeugt. Die Seminare wollen die Neulehrer bei Bedarf ins Umland und nach Berlin exportieren.

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Hilperts Netz

Potsdamer Neueste Nachrichten berichten

Er hatte beste Drähte zur Politik in Brandenburg: Ab Montag beginnt der Prozess gegen den Hotelbetreiber Axel Hilpert wegen Subventionsbetrug

Axel Hilpert

Potsdam – Für Brandenburgs Landeskriminalamt (LKA) war es eine Zitterpartie. Ständig mussten die Fahnder bei den Ermittlungen gegen Axel Hilpert, 64, den Betreiber des Hotelresorts Schwielowsee, auf der Hut sein. Ein Jahr saßen sie an dem Fall, ihre Sorge war groß, dass der für seine besten Drähte zu Politik und Behörden bekannte Verdächtige gewarnt werden und sich nach Kuba oder Florida absetzen könnte. Um so alarmierter waren die Beamten, als sie im Frühsommer 2010 (Anmerkung PfdM: gemeint ist wohl 2011)  kurz vor der geplanten Festnahme hörten, dass Hilpert den damaligen Innenminister Rainer Speer (SPD) gebeten haben soll, ob das LKA einige Kaufinteressenten für die Anlage auf kriminelle Hintergründe prüfen könne. Es wäre typisch für Axel Hilpert, dem es an Chuzpe nicht fehlte, dem bislang keiner was konnte, der sich bis zuletzt sicher fühlte, selbst als Observationsteams auffällig unauffällig vor seinem Haus standen – bis ihm Beamte am 9. Juni 2010 (Anmerkung PfdM: gemeint ist wohl 2011) in Potsdam auf offener Straße die Handschellen anlegten. Verbürgt ist, dass das LKA wegen Hilperts Verbindungen zu höchsten Stellen Brandenburgs sensibilisiert war und ganz bewusst nicht einmal das Innenministerium über den Einsatz informierte. „Hilperts Netz“ weiterlesen

Das große Zittern – Die PNN berichten

Vor dem Betrugs-Prozess

Brandenburgs Landespolitiker erwarten gespannt den Prozess gegen den einstigen Ost-West-Händler und Antiquitäten-Dealer Axel Hilpert. Der umtriebige Betreiber des Petzower Schwielowsee-Resorts hatte Kontakt zu vielen Entscheidungsträgern – nicht nur in Brandenburg

Axel Hilpert

Potsdam – Es war ein paar Tage vor der Verhaftung. Axel Hilpert, 63, Hotelbetreiber des Resorts Schwielowsee, drehte in Potsdam auf dem Feinkost-Wochenmarkt am Nauener Tor seine Einkaufsrunde. An einem Stand tat er plaudernd kund, was er von Brandenburgs rot-roter Regierung hält, nämlich nicht viel: „Brandenburg ist noch nie so schlecht regiert worden wie jetzt.“ So sprach ein Mann, der sich auskennt im kleinen Politikbetrieb hier, obenauf, einer der sich sicher wähnte, der glaubte, ihm könne keiner . So sah es aus, bis am 9. Juni die Handschellen klickten.

Seit vier Monaten sitzt Hilpert in Untersuchungshaft. Potsdams Staatsanwaltschaft hat jüngst Anklage wegen besonders schweren Subventionsbetruges erhoben. Er soll die Investitionskosten für die Hotelanlage südlich der Landeshauptstadt im Kreis Potsdam-Mittelmark um knapp zehn auf 35 Millionen Euro künstlich nach oben gerechnet haben, um höhere Fördermittel zu kassieren, eine kreative Akquise von fehlendem Eigenkapital aus der Staatskasse. „Das große Zittern – Die PNN berichten“ weiterlesen

Von Platzeck ist nicht mehr viel zu hören – Die Berliner Morgenpost berichtet

Platzeck

Für seinen Sommerurlaub hat sich Matthias Platzeck dieses Jahr die Berge Südtirols ausgesucht. „Je höher ich beim Wandern komme“, sagte er vor seiner Abreise, „desto weniger Menschen begegne ich. Diese Einsamkeit genieße ich.“ Das sagt ausgerechnet er, der unermüdliche Händeschüttler und Landesvater zum Anfassen. Brandenburgs Ministerpräsident wirkt seit Monaten schon resigniert. Seit sein Freund und Weggefährte Rainer Speer im September vorigen Jahres als Innenminister über eine hässliche Unterhaltsaffäre stolperte, ist nicht mehr viel zu hören von dem einstigen Hoffnungsträger der SPD. Dafür aber umso mehr von den Skandalen in seinem kleinen Bundesland. „Von Platzeck ist nicht mehr viel zu hören – Die Berliner Morgenpost berichtet“ weiterlesen

Babelsberg: Präsident Speer tritt zurück- Der KICKER berichtet

Bastian übernimmt das Ruder bei rauer See

Speer mit Rennrad, ohne Laptop

Die Zukunft des SV Babelsberg ist weiterhin ungewiss. Den Potsdamern sollen 650.000 Euro fehlen, um auch in der nächsten Saison in der 3. Liga spielen zu dürfen. Die Frist läuft bis zum kommenden Mittwoch. Wenn das Loch bis dahin nicht gestopft ist, droht der Zwangsabstieg. Die schwierige Lage führte nun zu personellen Konsequenzen: Am Montagabend trat der umstrittene Präsident Rainer Speer zurück. Thomas Bastian wurde zu seinem Nachfolger ernannt.

„Wir brauchen unverdächtige Leute, von denen keine Affären und Skandale zu erwarten sind“, erklärte Bastian, der in Doppelfunktion auch die Geschäftsführung kommissarisch übernommen hat. Der Kino-Betreiber bestätigte, dass keine Insolvenzgefahr mehr besteht und hob besonders das hohe Spendenaufkommen der Potsdamer Fans hervor. „Babelsberg: Präsident Speer tritt zurück- Der KICKER berichtet“ weiterlesen