Platzeck kündigt das Ende seiner politischen Karriere an, wenn …

Eröffnungstermin für BER-Flughafen in Schönefeld soll in diesem Jahr bekannt gegeben werden

Unter Druck. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck
Unter Druck. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck

Potsdam (dapd) – Für den künftigen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld soll es noch in diesem Jahr einen neuen Eröffnungstermin geben. Das sagte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Die Inbetriebnahme des Hauptstadtflughafens war unter anderem wegen massiver Mängel beim Brandschutz bereits viermal verschoben worden. Einen neuen Starttermin gibt es bislang nicht. Platzeck ist auch Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB).

Der geplante Großflughafen ist nach Ansicht von Platzeck derart wichtig für ganz Ostdeutschland, dass ein Misserfolg nicht nur „verheerend“ für die Region wäre. Dies würde auch das Ende seiner politischen Karriere bedeuten würde, machte der SPD-Politiker deutlich: „Wenn die nächsten Monate eine Zeit des Misslingens werden, werde ich selbstverständlich meine Konsequenzen ziehen.“ Zugleich verteidigte der Regierungschef die außerhalb Brandenburgs umstrittene Entscheidung seiner rot-roten Koalition, die Ziele eines Volksbegehrens für mehr Nachtruhe am Flughafen zu übernehmen und mit den Gesellschaftern darüber zu verhandeln. Platzeck zeigte sich zuversichtlich, dass am Ende Ergebnisse stehen werden, „die mehr Menschen mehr Ruhe verschaffen, ohne dass der BER zum Provinzflughafen wird“.

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Platzeck macht seine Zukunft vom Hauptstadtflughafen abhängig

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) macht seine politische Zukunft vom geplanten Hauptstadtflughafen in Schönefeld abhängig. „Mein Name wird künftig noch enger mit dem Projekt verbunden sein. Ich kopple mein Schicksal an das des Flughafens. Das ist so und das will ich so“, sagte Platzeck am Montag in Potsdam.

 
Quelle: MAZvideos
 
Zuvor hatte der Ministerpräsident angekündigt, dass er Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft ablösen wolle. Der Aufsichtsrat werde am 16. Januar entscheiden. Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass die Eröffnung des Flughafens erneut verschoben werden muss. „Platzeck macht seine Zukunft vom Hauptstadtflughafen abhängig“ weiterlesen

So wie der kleine Vogel singt …

Vogelsänger will OVG-Urteil zum Schallschutz umsetzen

Potsdam (dapd-bln). Der juristische Streit um den Schallschutz für Anwohner des künftigen Hauptstadtflughafens in Schönefeld geht weiter. Das brandenburgische Infrastrukturministerium übermittelte der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) am Montag eine Verfügung. Demnach müsse die FBB den im Juni vom Oberverwaltungsgericht (OVG) festgesetzten Schallschutz umsetzen, sagte Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) in Potsdam. Flughafensprecher Ralf Kunkel reagierte umgehend und kündigte eine Klage gegen die Verfügung an. „So wie der kleine Vogel singt …“ weiterlesen

Platzeck verschwieg BER-Prämien

Trotz des Desasters um die geplatzte Eröffnung des neuen Flughafens in Schönefeld gewährte der Aufsichtsrat den Flughafenmanagern im April Boni. Auf PNN-Nachfrage wollte Aufsichtsrat Platzeck im Mai davon nichts wissen.

Potsdam – Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft (FBB) gewährte den Geschäftsführern noch im April trotz bekannter Risiken fürdie Eröffnung des neuen Großflughafens BER in Schönefeld Bonuszahlungen. Das räumte die FBB am Dienstag ein. Flughafenchef Rainer Schwarz bekam demnach neben seinem Grundgehalt von 318 000 Euro eine Erfolgsprämie von 37 000 Euro für das Jahr 2010 zugesprochen, der inzwischen entlassene Chefplaner Manfred Körtgen bekam neben dem Fixgehalt von 274 000 Euro eine Prämie von 34 000 Euro. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) aber verschwieg nach der geplatzten Eröffnung die abgesegneten Bonusgelder.

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