Die nächste Milliarde

Dass der neue Hauptstadtflughafen mehr als fünf Milliarden Euro kostet, wird immer wahrscheinlicher. Brandenburgs Finanzminister Görke hat nun seine Forderung erneuert, Hartmut Mehdorn müsse seine 1,1-Milliarden-Euro-Nachforderung besser begründen.

Bald ist die fünf Milliarden Marke geknackt beim BER.  Foto: dpa
Bald ist die fünf Milliarden Marke geknackt beim BER.
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(dpa)Für die Fertigstellung des neuen Hauptstadtflughafens müssen die Eigentümer wie berichtet mit zusätzlichen Kosten von knapp 1,1 Milliarden Euro rechnen. In der Aufsichtsratssitzung Anfang April sei ein Mehrbedarf in dieser Höhe erörtert worden, sagte Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) am Donnerstag im Finanzausschuss des Potsdamer Landtags.

Geben der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg als Eigentümer das Geld frei, wüchse der Kostenrahmen für den drittgrößten deutschen Flughafen auf 5,4 Milliarden Euro. Beim ersten Spatenstich 2006 war noch mit 2 Milliarden Euro geplant worden. Erweiterungen des Baus, Planungsfehler und Baumängel trieben die Kosten aber in die Höhe. „Die nächste Milliarde“ weiterlesen

Platzeck macht seine Zukunft vom Hauptstadtflughafen abhängig

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) macht seine politische Zukunft vom geplanten Hauptstadtflughafen in Schönefeld abhängig. „Mein Name wird künftig noch enger mit dem Projekt verbunden sein. Ich kopple mein Schicksal an das des Flughafens. Das ist so und das will ich so“, sagte Platzeck am Montag in Potsdam.

 
Quelle: MAZvideos
 
Zuvor hatte der Ministerpräsident angekündigt, dass er Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft ablösen wolle. Der Aufsichtsrat werde am 16. Januar entscheiden. Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass die Eröffnung des Flughafens erneut verschoben werden muss. „Platzeck macht seine Zukunft vom Hauptstadtflughafen abhängig“ weiterlesen

Der BER ist auch BRA – Wir tragen den Schaden in Euro und Cent

In jeder Führungsetage eines soliden Unternehmens würde man jemanden wie Matthias Platzeck nicht mehr finden.

Robert Bachmann - Politik für die Mitte
Robert Bachmann – Politik für die Mitte

Nicht vor 2014 heißt es jetzt. Man könnte sich schlapplachen. Die Eröffnung des BER muss wohl einmal wieder verschoben werden. Keiner will es zuvor gewusst haben. Man vertröstet das Volk von Termin zu Termin. Und zum Lachen ist es schon länger nicht mehr. Die Hauptgesellschafter, die Länder Berlin und Brandenburg, vertreten durch Ihre Aufsichtsratsmitglieder Wowereit und Platzeck ( beide SPD), haben vollends versagt. Es ist eben nicht nur die Tatsache, dass das größte Infrastrukturprojekt später starten kann, es ist auch so, dass die Verantwortlichen Platzeck und Wowereit durch ihr Nichtskönnen öffentliche Gelder verbrennen. Zulieferer brauchen nicht liefern, Arbeiter können nicht arbeiten, Flugzeuge können nicht fliegen. Und Aufsichtsräte können scheinbar ihrer Aufgabe der Aufsicht nicht gerecht werden. Sie haben es vermasselt. Auf Kosten eines jeden Bürgers. Denn den Schaden, den tragen wir alle. Und das nicht nur im Image, wie viele womöglich glauben. Wir tragen den Schaden in Euro und Cent. „Der BER ist auch BRA – Wir tragen den Schaden in Euro und Cent“ weiterlesen

Dieter Dombrowski: Keine Sommerpause solange die Kosten nicht geklärt sind

 

Sondersitzung des Landtags zur erneuten BER-Terminverschiebung

Dieter Dombrowski (CDU)

Zur Regierungserklärung von Ministerpräsident Platzeck zur heutigen Sondersitzung des brandenburgischen Landtags sagt Dieter Dombrowski, stellvertretender Vorsitzender der Märkischen Unionsfraktion:

„Zum zweiten Mal nach 2010 musste Ministerpräsident Platzeck eingestehen, dass die eigenen Ziele zur Fertigstellung des Flughafens nicht erreicht werden können. Damit wurde unsere gesamte Region in Deutschland und darüber hinaus blamiert. Realität ist: Im Herzen Brandenburgs entsteht ein Flughafen, der nicht über die notwendigen Kapazitäten verfügt, mehr Geld kostet und die Bürger weit stärker mit Lärm belasten wird, als ursprünglich versprochen. „Dieter Dombrowski: Keine Sommerpause solange die Kosten nicht geklärt sind“ weiterlesen