Zu viel Rot im Lustgarten

von Anke Schmidt

Unverständlich, unnötig, unangemessen, unanständig.

Anke Schmidt - Politik für die Mitte
Anke Schmidt – Politik für die Mitte

Alle Jahre wieder feiern sich im Potsdamer Lustgarten die alten SED-Genossen, darunter auch  ehemalige Stasi-Mitarbeiter offizieller und inoffizieller Art, sowie deren heutige Anhänger. Soweit – so schlimm.Dass sich aber vermeintliche politische Gegner hinzugesellen, verwundert doch sehr. Insbesondere dann, wenn es der Oberbürgermeister der Stadt ist. Man mag einige gemeinsame öffentliche Auftritte von Jakobs mit Scharfenberg verstehen. Zum Beispiel dann, wenn gemeinsam für Obdachlose gegrillt wird.

Da will sich der SPD-OB natürlich nicht vom Linken-Vorsitzenden die Butter vom Brot nehmen lassen. Warum er nun aber das Fest der Linken besucht, ist absolut unverständlich, unnötig, unangemessen, unanständig.

Advertisements

Sommerfest der Linken im Lustgarten

Jann Jakobs (l.) und Hans-Jürgen Scharfenberg: Linkes Gipfeltreffen beim Sommerfest brachte viel Einigkeit und ein wenig Streit. Quelle:  Christel Köster
Jann Jakobs (l.) und Hans-Jürgen Scharfenberg: Linkes Gipfeltreffen beim Sommerfest brachte viel Einigkeit und ein wenig Streit.
Quelle: Christel Köster

Hotel Mercure bleibt Streitpunkt mit SPD

Rund 1800 Besucher kamen zum Sommerfest der Linken am Samstag im Lustgarten – OB Jann Jakobs (SPD) war erstmals zu Gast. Im Streitgespräch mit Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg kündigte Jakobs den Bau von vielen Tausend Wohnungen an. Doch es gab auch Streitthemen.

In der Stadtverordnetenversammlung fetzt sich der Linke-Stadtfraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg gern mal mit Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Beim 26. Sommerfest der Linken gingen die Politiker auf so etwas wie Kuschelkurs – vielleicht, um dem kalten Wind zu trotzen, der im Lustgarten wehte. Vom Linke-Landesvize Sebastian Walter gefragt, was man am anderen schätze, nannte Jakobs Verlässlichkeit und Aufrichtigkeit. Und Scharfenberg über Jakobs: Er fülle das OB-Amt aus, könne aber schwer Kritik einstecken.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag auf maz.de!

Plattner nennt Zeitplan für die Potsdam-Kunsthalle

Mäzen erklärt im PNN-Interview warum sich Potsdams Bürger über den Standort einigen müssen, welche Probleme es noch gibt, ob sie lösbar sind, warum er keinen großen Architekturwettbewerb will und von welchen DDR-Malern er schon Werke angekauft hat.

Hasso Plattner. Foto: Manfred Thomas

Potsdam – Der Potsdamer Mäzen Hasso Plattner hat erstmals einen Zeitrahmen für den Bau der Kunsthalle genannt, die er der Stadt Potsdam nebst Sammlungen stiften will. „In fünf Jahren“, so Plattner in einem PNN-Interview, „könnten wir in der Kunsthalle stehen“. Er rechne damit, dass die Halle an den Standort des heutigen Mercure-Hotel in den Lustgarten kommt. Allerdings nur, so Plattner, „wenn sich die letzten Probleme noch lösen lassen und sich die Potsdamer über den Standort einig geworden sind“.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel!

Plattner macht Tür zur Mitte wieder auf

Der Mäzen zeigte sich am Montagabend sichtlich bewegt von der Demonstration für die Kunsthalle am Standort des Mercure-Hotels. Oberbürgermeister Jann Jakobs will alle Probleme lösen.

Foto: Manfred Thomas / PNN
Deutliches Signal: Knapp eine Woche nach der Ankündigung von Hasso Plattner, dass er seine Kunsthalle nun doch nicht am Standort des Hotels Mercure errichten will, haben am Montagabend mehr als tausend Potsdamer demonstriert, um den Mäzen zum Umdenken zu bewegen. Foto: Manfred Thomas

Innenstadt – Als Hasso Plattner um kurz nach 20 Uhr die Hoffnung machenden Worte sprach, „an mir soll es nicht liegen“, kannte der Jubel auf dem Alten Markt keine Grenzen. Die Begeisterung für sein Projekt einer Kunsthalle anstelle des Mercure-Hotels, manifestiert von rund 1000 Potsdamern, angeführt von den Prominenten Günther Jauch, Wolfgang Joop und Nadja Uhl, hatte den Mäzen sichtlich bewegt. „Eine so überwältigende Demo habe ich nicht erwartet, schönen Dank“, sagte der Milliardär.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier!

Weitere Artikel:

Fotogalerie der PNN

Plattner macht Hoffnung auf Mitte (PNN)

Die Demonstranten wurden erhört: Plattnerbau statt Plattenbau (MAZ)

Demo in Potsdam – Plattner-Bau statt Plattenbau

Aufruf zu einer Demonstration für die Kunsthalle in Potsdams Mitte – Montag, 18.Juni 2012, 19 Uhr, Alter Markt – Wir schließen uns an: Politik für die schöne Mitte

Plattner-Bau statt Plattenbau! Hier gehört Hasso Plattners Kunsthalle hin.

Die Potsdamer bitten Hasso Plattner um eine zweite Chance: Für den kommenden Montag um 19 Uhr ruft die Bürgerinitiative Mitteschön zusammen mit anderen Potsdamern zu einer Demonstration auf dem Alten Markt auf.

 Unter dem Motto „Aufstand der Vernunft“ solle der Milliardär und Mäzen dazu bewegt werden, seine geplante Kunsthalle doch im Lustgarten zu errichten und nicht am Jungfernsee. Es dürfe nicht sein, dass „eine kleine Gruppe von Ewiggestrigen eine Jahrhundertchance für Potsdams Mitte torpediert“, sagte Mitteschön-Sprecher Hans- Joachim Kuke.

Die Potsdamer seien „in ihrer ganz überwältigenden Mehrheit“ für die Idee einer Kunsthalle im Lustgarten anstelle des Mercure-Hotels. „Es ist eine Initiative von unten und wir hoffen, dass möglichst viele kommen“, so Kuke. Er erwarte Teilnehmer aus dem Sport, der Wirtschaft, der Kultur und der Politik. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) komme auch erklärte Kuke. (Quelle: pnn)

Lesen Sie hierzu auch: „Plattner gibt die Mitte auf“