Willy Brandt ist tot

Nach 55 Jahren, ist noch lang noch nicht Schluss – Ein Kommentar

Robert Bachmann - Politik für die Mitte
Robert Bachmann – Politik für die Mitte

55 Jahre ist der Mauerbau nun her. Fast 27 Jahre sind es seit dem Fall der Mauer.
Die Granden des Landes Brandenburg haben ein merkwürdiges Verhältnis zur Geschichte. Keiner der Minister der Landesregierung nahm an auch nur einer der vielen Veranstaltungen des 13. August teil.
Geschichtsvergessen? Pragmatisch. Pragmatisch peinlich.

Die LINKE hat als ehemalige SED natürlich wenig Interesse und die Minister der SPD sonnen sich lieber in der Urlaubssonne, als auf den Schatten der Vergangenheit des eigenen Koalitionspartners verweisen zu müssen.

Das ist keine Politik im Sinne einer freiheitlichen Gesellschaft. Das ist die politische Armut der Brandenburger SPD.

Von Dr. Dietmar Woidke und Genossen hätte ich Haltung, einen klaren Standpunkt erwartet.

Willy Brandt ist tot!

Robert Bachmann – Politik für die Mitte

Keine Brandenburger Landesminister auf Gedenkveranstaltungen zum 13. August 1961

Woidke:  „Unser Nachwuchs muss ein so bedeutendes Datum kennen und einordnen können.“

1961-1989
1961-1989

 (abwahl2014.com mit dpa ) Am 13. August 1961 hatte die SED-Führung unter Walter Ulbricht mit dem Bau der Mauer begonnen. Das rund 155 Kilometer lange Bollwerk zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre. Die Teilung endete  mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der Berliner Mauer mindestens 138 Menschen durch das DDR-Grenzregime. Die Zahl der Toten an der einstigen, knapp 1400 Kilometer langen innerdeutschen Grenze steht noch nicht fest. Der Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin untersucht bis Ende 2015 Verdachtsfälle.

An der Glienicker Brücke mahnten die CDU-Landeschefs von Berlin und Brandenburg, Frank Henkel und Michael Schierack, Freiheit und Demokratie zu verteidigen. Schierack erinnerte daran, dass die SED-Diktatur vor 25 Jahren durch mutige Ostdeutsche gestürzt wurde. „Keine Brandenburger Landesminister auf Gedenkveranstaltungen zum 13. August 1961“ weiterlesen

Potsdamer MauerVerLauf – Wir sagen Platzeck die Meinung

Gedenken – Tag des Mauerbaus – 13. August 2012
 
Protest gegen Platzeck – Jetzt wieder!

Wie auch in den letzten Jahren, findet auch dieses Jahr wieder der Potsdamer MauerVerLauf statt, die offizielle Gedenkveranstaltung an der Glienicker Brücke.
Für dieses Jahr hat Herr Platzeck(SPD) sein Kommen zugesagt. Wir, Politik für die Mitte, wollen ihm einen würdigen Empfang bereiten. Wir denken, dass es nicht geht, einerseits der Opfer zu gedenken und andererseits mit der SED und Stasi-Leuten im Land Brandenburg zu regieren.
Wir wollen die Gedenkveranstaltung nicht stören, jedoch müssen wir auf die unanständige Regierung im Land aufmerksam machen.
Daher bitten wir um jegliche Unterstützung. Für die, die keine eigenen Plakate erstellen können, werden wir entsprechende Mittel zur Verfügung stellen.
Bitte verteilen Sie diese Einladung und werben Sie in Ihrem Bekanntenkreis für unseren Protest.
Es wäre sinnvoll sich ab 15 Uhr an der Glienicker Brücke zu treffen.

 
Nähere Informationen unter 0177 717 04 80
 

Kritik an „geschlossener“ Gedenkveranstaltung des Landes spitzt sich zu

Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg e.V. sagt Teilnahme ab

Aus den Reihen des Forums zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte ist erhebliche Kritik an der Gedenkveranstaltung des Landes Brandenburg zum 50. Jahrestag des Mauerbaus zu vernehmen. Diese nichtöffentliche „Feierstunde“ in Sacrow wurde bereits durch Bob Bahra, von der den MauerVerLauf veranstaltenden Fördergemeinschaft Lindenstraße 54, scharf kritisert.

Aus Kreisen des Forums wird diese Kritik nun noch verstärkt: „An der nach den gesetzten Rahmenbedingungen geschlossenen Veranstaltung des Landes Brandenburg am 12. August 2011 im Potsdamer Ortsteil Sacrow wird das Forum nach Vorstandsbeschluss nicht teilnehmen.“ 

Das Forum selbst lädt zur eigenen „offenen“ Veranstaltung ein:

„Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus lädt das Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg e.V. für den   12. August 2011 um 17.00 Uhr zur Gedenkveranstaltung an die Opfer kommunistischer Diktaturen im Beisein von Karin Gueffroy, deren Sohn Chris nur wenige Monate vor dem Mauerfall im Jahr 1989 von DDR-Grenzern erschossen wurde, sowie der Landtagsabgeordneten Sabine Niels, ein.

Ort: Mauergedenkstätte am Griebnitzsee/ Einmündung Stubenrauchstraße

Am selben Gedenkort erwartet das Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg e.V. am 13. August 2011 um 9.15 Uhr die Teilnehmer der Mauerradtour für Jugendliche mit der Aufarbeitungsbeauftragten Ulrike Poppe bei ihrer Suche nach Spuren der deutschen Teilung zwischen Potsdam und Berlin-Lichterfelde.“

Kahn der fröhlichen Leute

Das brandenburgische Kabinett und der Umgang mit dem 13. August – Eine Betrachtung

Von Bob Bahra

Bob Bahra

Der brandenburgische Ministerpräsident möchte, dass den sogenannten Opfern der SED-Diktatur irgendwie geholfen wird und dass man Opfer nicht erneut verletzen darf, weiß jedes Kind. Gesagt, getan.

Aus Anlass der 50. Wiederkehr des Tages, an dem die SED sich und ihr Volk einmauerte, macht das Kabinett einen Dampferausflug mit dem Ziel Heilandskirche im nördlichen Stadtteil Sacrow.
Dazu werden limitiert Einladungen verschickt, die als persönlich und nicht übertragbar deklariert und zudem mit dem Hinweis versehen sind, dass keine Gäste mitgebracht werden dürfen.

Dass ein zur Hälfte gottloses Kabinett sich in einer entlegenen Kirche zur ‘Feierstunde’ (O-Ton) aus gegebenem Anlass versammelt, kann mit dem üblichen Missverständnis von brandenburgischer Toleranz-Tradition erklärt werden, aber was um Gottes Willen gibt es da zu feiern. Wo doch alle Welt an diesem Tag zum ‘Gedenken’ mahnt. „Kahn der fröhlichen Leute“ weiterlesen

Die linke Täuscherin – Platzeck ist Demagogen aufgesessen

Die Partei Die LINKE setzt sich in einem Papier mit dem 13.August 1961, dessen Ursachen und Folgen auseinander. Was anfangs noch wie glaubhafte Aufarbeitung erscheinen mag, endet wieder mit der SED-typischen Demagogie.

Erklärung zum 50.Jahrestag des Mauerbaus

Verführt!

„Eine ehrliche Debatte über die Berliner Mauer erfordert ebenfalls eine Auseinandersetzung mit neuen Grenzen und mit Festungsmentalitäten, die heute bestehen und aufbaut werden. Tausende Menschen starben in den letzten Jahren bei dem Versuch, die um Europa zur Abwehr ökonomischer und politischer Flüchtlinge errichteten „Mauern“ zu überwinden. Für Millionen Menschen in unserem Land mit geringem Einkommen gibt es die Reisefreiheit nur auf dem Papier. DIE LINKE kämpft gegen diese Abschottung und Beschränkung der Freiheit. Es ist verlogen, immer wieder auf den Mauerbau 1961 zu verweisen und zugleich neue Mauern zu errichten oder zu rechtfertigen. Dass Freiheit, Demokratie und Sozialismus für alle Zukunft untrennbar verbunden sein müssen, bleibt im 50. Jahr des Mauerbaus die wichtigste Lehre.“

Ausschnitt aus einer Erklärung der Historischen Kommission der Partei Die LINKE. Diese Erklärung wurde nach Diskussion in der Historischen Kommission der Partei DIE LINKE am 14. Juni 2011 vom Sprecherrat verabschiedet.

Lesen Sie hier die vollständige Erklärung!