Von Platzeck ist nicht mehr viel zu hören – Die Berliner Morgenpost berichtet

Platzeck

Für seinen Sommerurlaub hat sich Matthias Platzeck dieses Jahr die Berge Südtirols ausgesucht. „Je höher ich beim Wandern komme“, sagte er vor seiner Abreise, „desto weniger Menschen begegne ich. Diese Einsamkeit genieße ich.“ Das sagt ausgerechnet er, der unermüdliche Händeschüttler und Landesvater zum Anfassen. Brandenburgs Ministerpräsident wirkt seit Monaten schon resigniert. Seit sein Freund und Weggefährte Rainer Speer im September vorigen Jahres als Innenminister über eine hässliche Unterhaltsaffäre stolperte, ist nicht mehr viel zu hören von dem einstigen Hoffnungsträger der SPD. Dafür aber umso mehr von den Skandalen in seinem kleinen Bundesland. „Von Platzeck ist nicht mehr viel zu hören – Die Berliner Morgenpost berichtet“ weiterlesen

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Debatte um Sponsoring und Stadtwerke-Affäre – Die PNN berichten

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs soll Fehler im Umgang mit Vorwürfen eingeräumt haben. Bei den Stadt-Linken zeichnet sich ein Kurswechsel ab.

Jann Jakobs (SPD)

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hat in interner Runde offenbar Fehler im Umgang mit den Spitzelvorwürfen gegen Ex-Stadtwerkechef Peter Paffhausen eingeräumt. Bei einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats der Stadtwerke, dem Mutterkonzern der Energie und Wasser Potsdam (EWP), soll Jakobs nach PNN-Informationen am Dienstag erklärt haben, dass er auch dieses Gremium eher über die Spitzelvorwürfe gegen Paffhausen hätte informieren sollen. Weitere Inhalte der Sitzung wurden unter Verweis auf die Verschwiegenheitspflicht der Mitglieder gestern nicht bekannt.

Paffhausen hatte eine von früheren Stasi-Offizieren geführte Sicherheitsfirma für die EWP engagiert. Der Auftrag war eine Million Euro wert, für die Verwendung von 500 000 Euro fehlt in den Büchern aber jeglicher Nachweis. Unterdessen erklärte EWP, innerhalb des Unternehmens habe es erste Untersuchungen von „unabhängigen Dritten“ zu „erhobenen Überwachungsvorwürfen“ gegenüber Mitarbeitern gegeben: „Keiner dieser Vorwürfe hat sich bislang bestätigt.“ „Debatte um Sponsoring und Stadtwerke-Affäre – Die PNN berichten“ weiterlesen

Babelsberg: Präsident Speer tritt zurück- Der KICKER berichtet

Bastian übernimmt das Ruder bei rauer See

Speer mit Rennrad, ohne Laptop

Die Zukunft des SV Babelsberg ist weiterhin ungewiss. Den Potsdamern sollen 650.000 Euro fehlen, um auch in der nächsten Saison in der 3. Liga spielen zu dürfen. Die Frist läuft bis zum kommenden Mittwoch. Wenn das Loch bis dahin nicht gestopft ist, droht der Zwangsabstieg. Die schwierige Lage führte nun zu personellen Konsequenzen: Am Montagabend trat der umstrittene Präsident Rainer Speer zurück. Thomas Bastian wurde zu seinem Nachfolger ernannt.

„Wir brauchen unverdächtige Leute, von denen keine Affären und Skandale zu erwarten sind“, erklärte Bastian, der in Doppelfunktion auch die Geschäftsführung kommissarisch übernommen hat. Der Kino-Betreiber bestätigte, dass keine Insolvenzgefahr mehr besteht und hob besonders das hohe Spendenaufkommen der Potsdamer Fans hervor. „Babelsberg: Präsident Speer tritt zurück- Der KICKER berichtet“ weiterlesen

Drittliga-Club versinkt im Affären-Sumpf – Der Tagesspiegel berichtet

In der Potsdamer Filz-Affäre überschlagen sich die Ereignisse: Es geht nicht mehr nur um Stasi-Spitzel in Behörden, sondern auch um gestohlene Laptops, brisante Daten und die Zukunft des Fußballclubs SV Babelsberg 03.

Die Opposition im brandenburgischen Landtag wittert ein personelles Netzwerk, das sowohl beim Dumping-Verkauf der Krampnitz-Kasernen im Norden der Stadt als auch in der Stadtwerke-Affäre aktiv war, die den einflussreichen Peter Paffhausen den Posten als Unternehmenschef gekostet hat. Denn es gibt eine auffällige Überschneidung, ja Gemeinsamkeit: Alle Protagonisten dieser Affäre haben oder hatten mit dem Fußball-Drittligisten Babelsberg 03 zu tun.

Es begann mit Ex-Innenminister Rainer Speer (SPD), der im September 2010 über eine Unterhaltsaffäre um ein uneheliches Kind gestolpert war. Die „Bild“-Zeitung hatte den Sturz ins Rollen gebracht, als sie aus E-Mails von Speers gestohlenem Laptop berichtete. „Drittliga-Club versinkt im Affären-Sumpf – Der Tagesspiegel berichtet“ weiterlesen