Demo: „Wir unterstützen die Inhalte der Verfassungsbeschwerde von Norda Krauel!“

Treffpunkt: Am 6. August ab 10.00 Uhr vor dem Justizministerium in Potsdam
Anschrift: Heinrich-Mann-Allee 107 (Ecke Friedhofsgasse) nähe Hauptbahnhof Potsdam

Ehemalige Insassen von Durchgangsheimen und Jugendwerkhöfen wehren sich gegen die systematische Ablehnung von Rehabilitierungsanträgen

Widerstand. Norda Krauel will nicht einsehen, dass die Heimkinder von Bad Freienwalde nicht rehabilitiert werden und legte Verfassungsbeschwerde ein. Foto: dpa
Widerstand. Norda Krauel will nicht einsehen, dass die Heimkinder von Bad Freienwalde nicht rehabilitiert werden und legte Verfassungsbeschwerde ein. Foto: dpa

Bevor sie in den Jugendwerkhof kam, wurde Norda Krauel 1980 monatelang im Durchgangsheim Bad Freienwalde eingesperrt. Das Gebäude war ein preußisches Gefängnis, das auch in der NS-Zeit und in der DDR als solches genutzt wurde. 1968 wurde das Gefängnis an die Jugendhilfe übergeben, ohne dass es bauliche Veränderungen gegeben hätte. Hohe Mauern, Gitter vor den Fenstern und auf den einzelnen Etagen, Arrestzellen, Kübel für die Notdurft. Auch kleinere Kinder wurden dort „untergebracht“ – oft für Monate. Der Tagesablauf war militärisch streng geregelt – mit Arbeit im Akkord und Drillsport. Bestraft wurde bei geringstem Anlass – beispielsweise mit Isolationshaft. In vielem erinnert das D-Heim Bad Freienwalde an den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Doch während die menschenrechtswidrige Haft in der Hölle Torgau mittlerweile rehabilitiert wird, werden Anträge für diejenigen, die in andere Jugendwerkhöfe und Durchgangsheime eingewiesen wurden, in fast allen Fällen abgelehnt. Laut Strafrechtlichem Rehabilitierungsgesetz werden „haftähnliche Bedingungen“ für Kinder und Jugendliche in der DDR nur dann rehabilitiert, wenn diese der „politischen Verfolgung“ oder „sachfremden Zwecken“ gedient haben.
So wird z. B. das Durchgangsheim von den Gerichten behandelt als wäre es ein normales Heim gewesen und auch der rigide, menschenverachtende Umgang mit den Kindern und Jugendlichen wurde als „damals normal“ eingestuft.
Dass Menschenrechte eklatant mit den Füßen getreten wurden, wird ebenso wenig anerkannt wie die Tatsache, dass die Betroffenen heute noch unter diesen traumatischen Erlebnissen leiden und in ihrer Lebensqualität schwer eingeschränkt sind.
Seit etlichen Jahren wehren sich Betroffene gegen die Ablehnung ihrer Rehabilitierungsersuchen.
Norda Krauel legte schließlich 2011 eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein. Als Antwort erhielt sie vor kurzem die Nachricht, dass ihre Beschwerde zur Prüfung dem Justizministerium Brandenburg vorgelegt werde. Bis zum 15. August soll das Ministerium eine Stellungnahme verfassen.
Für die Menschen, die in Durchgangsheimen und Jugendwerkhöfen leiden mussten, wird es am 6. August, ab 10 Uhr vor dem Justizministerium, Heinrich-Mann-Allee, in Potsdam eine Demonstration geben. Anschließend, gegen 12.30 Uhr, wird der Protest vor dem Brandenburger Landtag fortgesetzt. Gefordert wird die Rehabilitierung von Aufenthalten in Durchgangsheimen und Jugendwerkhöfen. Es soll endlich anerkannt werden, dass dort Unrecht geschah!

„Demo: „Wir unterstützen die Inhalte der Verfassungsbeschwerde von Norda Krauel!““ weiterlesen

Freund und Feind in „Weissensee“

Eine Filmpreview am 12. September mit anschließender Diskussion über die Stasi in Kino und TV.

Falk (Jörg Hartmann) ertappt Marlene Kupfer (Ruth Reinecke), wie sie ihrem Mann Hans nachspioniert.Quelle: MDR/Degeto Film 2012, Fotografin Julia Terjung
Falk (Jörg Hartmann) ertappt Marlene Kupfer (Ruth Reinecke), wie sie ihrem Mann Hans nachspioniert.Quelle: MDR/Degeto Film 2012, Fotografin Julia Terjung

Die Geschichte um Liebe und Verrat, Anpassung und Widerstand gegen die Stasi geht in die nächste Runde. In der zweiten Staffel der erfolgreichen TV-Serie „Weissensee“ begegnen wir den zwei Ost-Berliner Familien Kupfer und Hausmann in der DDR des Jahres 1987 wieder.

Kurz vor dem Fernsehstart in der ARD zeigt die Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) die erste Folge der neuen Staffel. Im Anschluss diskutieren Macher der Serie und Stasi-Experten über die Grenzen und Möglichkeiten der DDR-Aufarbeitung im Spielfilm und über die Darstellung der Staatssicherheit in „Weissensee“.

  • Ort: Kino TONI Antonplatz 1, 13086 Berlin-Weißensee
  • Zeit: Donnerstag, 12. September 2013
  • 19.00 Uhr Voraufführung der ersten Folge der 2. Staffel: „Der verlorene Sohn“, 48 min. 
  • 20.00 Uhr Podiumsdiskussion
  • Ruth Reinecke, Schauspielerin, Marlene Kupfer in „Weissensee“
  • Marc Müller Kaldenberg, Produzent
  • Rainer Eppelmann, Vorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung
  • Roland Jahn, Bundesbauftragter für die Stasi-UnterlagenModeration

    Dagmar Hovestädt, BStU

  • Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung erfolgt mit freundlicher Unterstützung von Ziegler Film.

 

5. Potsdamer MauerVerLauf – von der Nike bis zum Grenzturm Bertinistraße

Am 13. August, dem Tag des Mauerbaus, findet der diesjährige 5. Potsdamer Mauerverlauf  von der Nike bis hin zum Grenzturm Bertinistraße statt.

In Memoriam Bob Bahra
In Memoriam Bob Bahra

Stationen und Treffpunkte des MauerVerLaufs sind:

17.00 Uhr  Gedenkreden vor der Nike ( Glienicker Brücke)

18.00 Uhr  Beginn MauerVerLauf
mit Informationen zum DDR-Grenzregime

19.00 Uhr  Ankunft am Grenzturm
Informationen/Konzeptionen

19.45 Uhr  Beginn Konzert „Salli Sallmann Band“, Catering
21.30 Uhr  Ende der Veranstaltung
Eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Potsdam und der Fördergemeinschaft „Lindenstraße 54“ in Kooperation mit dem BStU, der Nachbarschaftsinitiative am Neuen Garten zu Potsdam e.V. und der Villa Schöningen.

Platzeck macht seine Zukunft vom Hauptstadtflughafen abhängig

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) macht seine politische Zukunft vom geplanten Hauptstadtflughafen in Schönefeld abhängig. „Mein Name wird künftig noch enger mit dem Projekt verbunden sein. Ich kopple mein Schicksal an das des Flughafens. Das ist so und das will ich so“, sagte Platzeck am Montag in Potsdam.

 
Quelle: MAZvideos
 
Zuvor hatte der Ministerpräsident angekündigt, dass er Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft ablösen wolle. Der Aufsichtsrat werde am 16. Januar entscheiden. Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass die Eröffnung des Flughafens erneut verschoben werden muss. „Platzeck macht seine Zukunft vom Hauptstadtflughafen abhängig“ weiterlesen

Zeitzeugen-Gespräch mit Bodo Platt

Die Fördergemeinschaft Leistikowstraße, lädt zum Zeitzeugen-Gespräch am Dienstag, den 13. November um 17 Uhr in die Gedenkstätte Leistikowstraße 1 ein.

Bodo Platt, KGB-Häftling in Potsdam und Workuta, wird nicht nur das vergangene Leid reflektieren, sondern dezidiert zu den aktuellen und gravierenden Mängeln der ständigen Ausstellung in ›seinem‹ ehemaligen Gefängnis Stellung nehmen.

Der pensionierte Schuldirektor setzt sich zudem für eine Ehrung seiner ermordeten oder später verstorbenen Leidensgefährtinnen und -gefährten ein.

Saskia Ludwig: „Herr Platz­eck muss end­lich Ver­ant­wor­tung über­neh­men“

Sondersitzung des Hauptausschusses

Dr. Saskia Ludwig

Angesichts der Berichte zum BER-Eröffnungstermin wird die CDU-Fraktion eine Sondersitzung des Hauptausschusses im Landtag Brandenburg beantragen und dazu Ministerpräsident Platzeck (SPD) zitieren.

„Wir sprechen hier von der dritten Verschiebung innerhalb von nur fünf Monaten. Das ist peinlich und beschämend für Brandenburg. Der Stell­ver­tre­ten­de Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de Platz­eck fügt un­se­rem Land durch sein Ver­hal­ten immer schwe­re­ren Scha­den zu – und das als Mi­nis­ter­prä­si­dent!“

Die Brandenburger CDU-Landes- und Fraktionschefin  sagt weiter: „Das ist den Bran­den­bur­gern nicht mehr zu er­klä­ren. Herr Platz­eck muss end­lich Ver­ant­wor­tung über­neh­men.“

Als Ter­min für die Sit­zung des Haupt­aus­schus­ses schlägt die CDU-Frak­ti­on Diens­tag, den 11. Sep­tem­ber 2012 vor.

Potsdamer MauerVerLauf – Wir sagen Platzeck die Meinung

Gedenken – Tag des Mauerbaus – 13. August 2012
 
Protest gegen Platzeck – Jetzt wieder!

Wie auch in den letzten Jahren, findet auch dieses Jahr wieder der Potsdamer MauerVerLauf statt, die offizielle Gedenkveranstaltung an der Glienicker Brücke.
Für dieses Jahr hat Herr Platzeck(SPD) sein Kommen zugesagt. Wir, Politik für die Mitte, wollen ihm einen würdigen Empfang bereiten. Wir denken, dass es nicht geht, einerseits der Opfer zu gedenken und andererseits mit der SED und Stasi-Leuten im Land Brandenburg zu regieren.
Wir wollen die Gedenkveranstaltung nicht stören, jedoch müssen wir auf die unanständige Regierung im Land aufmerksam machen.
Daher bitten wir um jegliche Unterstützung. Für die, die keine eigenen Plakate erstellen können, werden wir entsprechende Mittel zur Verfügung stellen.
Bitte verteilen Sie diese Einladung und werben Sie in Ihrem Bekanntenkreis für unseren Protest.
Es wäre sinnvoll sich ab 15 Uhr an der Glienicker Brücke zu treffen.

 
Nähere Informationen unter 0177 717 04 80