Das große Zittern – Die PNN berichten

Vor dem Betrugs-Prozess

Brandenburgs Landespolitiker erwarten gespannt den Prozess gegen den einstigen Ost-West-Händler und Antiquitäten-Dealer Axel Hilpert. Der umtriebige Betreiber des Petzower Schwielowsee-Resorts hatte Kontakt zu vielen Entscheidungsträgern – nicht nur in Brandenburg

Axel Hilpert

Potsdam – Es war ein paar Tage vor der Verhaftung. Axel Hilpert, 63, Hotelbetreiber des Resorts Schwielowsee, drehte in Potsdam auf dem Feinkost-Wochenmarkt am Nauener Tor seine Einkaufsrunde. An einem Stand tat er plaudernd kund, was er von Brandenburgs rot-roter Regierung hält, nämlich nicht viel: „Brandenburg ist noch nie so schlecht regiert worden wie jetzt.“ So sprach ein Mann, der sich auskennt im kleinen Politikbetrieb hier, obenauf, einer der sich sicher wähnte, der glaubte, ihm könne keiner . So sah es aus, bis am 9. Juni die Handschellen klickten.

Seit vier Monaten sitzt Hilpert in Untersuchungshaft. Potsdams Staatsanwaltschaft hat jüngst Anklage wegen besonders schweren Subventionsbetruges erhoben. Er soll die Investitionskosten für die Hotelanlage südlich der Landeshauptstadt im Kreis Potsdam-Mittelmark um knapp zehn auf 35 Millionen Euro künstlich nach oben gerechnet haben, um höhere Fördermittel zu kassieren, eine kreative Akquise von fehlendem Eigenkapital aus der Staatskasse. „Das große Zittern – Die PNN berichten“ weiterlesen

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Debatte um Sponsoring und Stadtwerke-Affäre – Die PNN berichten

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs soll Fehler im Umgang mit Vorwürfen eingeräumt haben. Bei den Stadt-Linken zeichnet sich ein Kurswechsel ab.

Jann Jakobs (SPD)

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hat in interner Runde offenbar Fehler im Umgang mit den Spitzelvorwürfen gegen Ex-Stadtwerkechef Peter Paffhausen eingeräumt. Bei einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats der Stadtwerke, dem Mutterkonzern der Energie und Wasser Potsdam (EWP), soll Jakobs nach PNN-Informationen am Dienstag erklärt haben, dass er auch dieses Gremium eher über die Spitzelvorwürfe gegen Paffhausen hätte informieren sollen. Weitere Inhalte der Sitzung wurden unter Verweis auf die Verschwiegenheitspflicht der Mitglieder gestern nicht bekannt.

Paffhausen hatte eine von früheren Stasi-Offizieren geführte Sicherheitsfirma für die EWP engagiert. Der Auftrag war eine Million Euro wert, für die Verwendung von 500 000 Euro fehlt in den Büchern aber jeglicher Nachweis. Unterdessen erklärte EWP, innerhalb des Unternehmens habe es erste Untersuchungen von „unabhängigen Dritten“ zu „erhobenen Überwachungsvorwürfen“ gegenüber Mitarbeitern gegeben: „Keiner dieser Vorwürfe hat sich bislang bestätigt.“ „Debatte um Sponsoring und Stadtwerke-Affäre – Die PNN berichten“ weiterlesen