Platzeck: Keine Länderehe mit Berlin – Man kocht lieber das brandenburgische Stasisüppchen

Wir kochen das Stasisüppchen

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat sich gegen einen zweiten Anlauf zur Zusammenlegung seines Landes mit Berlin ausgesprochen. Der Prozess der Annäherung beider Länder sollte nicht unnötig erschwert werden, «indem wir die Menschen mit irgendwelchen Fusionsterminen erschrecken», sagte Platzeck der «Berliner Zeitung» (Samstagausgabe) laut einem Vorabbericht: «Wer das Datum 2013 anstrebt, dem sage ich: Das würde hundertprozentig in die Hose gehen.

Berlin und Brandenburg sollten ihre Zusammenarbeit dennoch vorantreiben und dabei offensiver werden. «Ich habe den Eindruck, wir werben zu wenig mit dem, was schon alles funktioniert», sagte Platzeck. In wenigen Tagen starte beispielsweise das erste gemeinsame Zentralabitur zweier Bundesländer. «Andere reden drüber, wir tun es», sagte der Regierungschef. 

Brandenburgische Sozialdemokraten hatten die Debatte über ein gemeinsames Bundesland wieder angestoßen. Ex-SPD-Landeschef Steffen Reiche plädierte für einen konkreten Fahrplan mit dem Ziel, die Bevölkerung von Berlin und Brandenburg 2013 über eine gemeinsame Verfassung abstimmen zu lassen.  

Quelle: ddp

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